Was passiert in der Lebensberatung?
Die Ist-Situation wird besprochen, neue Möglichkeiten werden gesucht, Ängste
werden angeschaut, ein (neues) Ziel wird definiert, Lösungswege werden
gemeinsam erarbeitet, der erste Schritt in Richtung Ziel wird überlegt und
manchmal auch gleich „zur Probe gehandelt“.
Es wird überwiegend an der Situation im „Hier und Jetzt“ gearbeitet.
Wenn es für die Klärung eines aktuellen Anliegens notwendig ist die
Vergangenheit mit einzubeziehen, kann auch einmal ein Blick zurück hilfreich
sein.
Wer kommt zur Lebensberatung?
Frauen, Männer, junge Menschen, alte Menschen, Kinder mit ihren Eltern,
Jugendliche und Paare;
Menschen in Krisen:
Sinn Suchende, Verzweifelte, Unsichere, Ängstliche, Einsame, Erschöpfte,
Traurige, Unverstandene, Opfer;
Was ist Lebens- und Sozialberatung?
Seit 1990 gibt es in Österreich eine vierte Säule der Gesundheitsvorsorge.
Neben der Medizin, der Psychotherapie und der klinischen Psychologie ist
seither auch die Lebensberatung gesetzlich verankert.
Die Ausbildung zur Dipl. Lebensberaterin dauert drei Jahre und umfasst die
gesetzlich festgelegte theoretische Ausbildung über 560 Stunden, eine
Eigentherapie/Selbsterfahrung im Umfang von mindestens 150 Stunden und
fachliche Tätigkeit im Ausmaß von mindestens 750 Stunden. Außerdem noch
mindestens 100 Stunden Supervision.
Ein/e Lebensberater/in beratet gesunde Menschen.
Ein/e Psychotherapeut/in behandelt kranke Menschen.
In dieser Definition liegt die klare Aufgabenverteilung zwischen
Psychotherapie und Lebensberatung. Die Grenze zwischen gesunden und kranken
Menschen ist jedoch unklar. Auch in Fachkreisen der unterschiedlichen
Therapierichtungen gibt es verschiedene Auffassungen.
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